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Die Solawi-Tübingen startet ins zweite Jahr

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Text Klaus Gräff (bearbeitet aus einem Blogbeitrag der Solawi-Tübingen)

Der Start der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi-Tübingen) in das zweite Jahr am 1. März verlief sehr intensiv und zugleich unerwartet ideenreich. Viele tolle Ideen entstanden zur Gründung von Wirkgruppen, wobei auch gleich erste Kontakte ausgetauscht wurden. lustiges-Gemüse

Die Wirkgruppen
Eine Wirkgruppe ist zu der Thematik Getreide, Brot, Müsli, Schrot und Nudeln entstanden. Weitere Ideen entstanden zu Obst, Erdbeeren, Äpfeln, Nüssen und einer Pilzzucht. Auch eine Apfelsaftaktion soll es im Herbst geben (Sammeln, Einlagern, Versaften, Bag-in-Box). Eine weitere Wirkgruppe machte sich erste Gedanken zu der vielfältigen Thematik der Verarbeitung und des Konservierens von Überschüssen und möglichen Nachernten.

Auch zur Internetseite von Solawi-Tübingen hat es bei der Bieterrunde 2014 viele schöne Ideen gegeben. Einige wurden bereits im letzten Jahr von der Kerngruppe erarbeitet und sind in Teilen bereits bei der Gestaltung der Homepage berücksichtigt.

Zum Organisieren und Diskutieren gibt es nun ein Forum auf der Webseite (www.solawi-tuebingen.de). Dort wird man sich z.B. über Abholgemeinschaften oder die Verwendung von Zuckerhut, über die Wirkgruppen und vieles mehr austauschen können. Hier kann man bereits in einigen Beiträge mehr über die genannten Wirkgruppen erfahren und diskutieren. Andere warten darauf, noch mit ersten Inhalten gefüllt zu werden. Im Blog-Bereich der Seite wird es hoffentlich viele Einblicke in die Arbeit der Produzenten und Infos rund um das Projekt geben.

Weitere Ideen

Neben den Ideen, aus denen die genannten Arbeitskreise hervorgingen, wurde vieles Weitere genannt, z. B. Fleisch und Wurst, Eier, Milch (die bereits im Hofladen zu den jeweiligen Öffnungszeiten gezapft werden kann), etc. Zu diesen Themen gab es noch keine Vernetzung zu Wirkgruppen, aber wenn sich einige zusammentun und an der Umsetzung Ihrer Ideen und Interessen arbeiten möchten, ist vieles möglich.

Neben den vielen mündlich diskutierten Punkten geben auch die Notizen aus den Zweiergesprächen Einblicke in die Vorstellungen und Wünsche der Solawi-Mitglieder. Hier einige stimmen.

Anregungen:

zweite zentralere Abholstelle
Einsätze früher bekannt machen, Lieferankündigung 1-2 Tage früher
flexibleren Vertrag (ein Anteil = 3 Studenten)
Gemeinschaft unter den ProsumentInnen
Mehr Hoffeste; ich hoffe, mehr an den Arbeitseinsätzen dabei zu sein
Exkursionen zu anderen SolaWis

Meinungen:

solidarische Komponente ist sehr wertvoll
Jede Woche eine große Freude über die Qualität und Auswahl des Gemüses
Positiv: Erzeugung vor Ort, kurze Transportwege, gute Qualität, Saisonalität, Leute mit „ähnlicher
Einstellung“ finden zusammen,
Man muss sich mit Ernährung/Kochen auseinandersetzen; isst Dinge, die man sonst nie essen würde => Bezug zum
Gemüse/ Essen entsteht => Gesundheit
Umstellung von Konsument zum Produzent ändert teilweise Rezeptplanung
Möglichst viel Gemüse aus der Region beziehen und Unterstützung der regionalen Bio-Landwirtschaft

Produkte:

weniger Salat
Obst, Beeren, Eier
mehr Kohl
Brot Backen

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